Mudau-Musical "Löwenkönig": Bühnenbildner Werner Hawelka sieht sich selbst als "verlängerten Arm" von Regisseur Rüdiger von Bergmann"Genie seines Fachs" arbeitet mit viel Akribie Mudau. Als "Genie seines Fachs" bezeichnet der Regisseur des Mudau-Musicals "Löwenkönig", Rüdiger von Bergmann, seinen Bühnenbildner Werner Hawelka. Er weiß wovon er spricht, schließlich bestimmen Theater, Regie und Bühne mit Schauspiel und allem drum und dran maßgeblich das Leben des passionierten Theaterstück-Autors und Unruheständlers. Der so hoch gelobte Bühnenbildner Werner Hawelka dagegen sieht sich lediglich als "verlängerten Arm" des Regisseurs und macht damit die enge Zusammenarbeit zwischen beiden in der Produktion des Mudau-Musicals "Löwenkönig" noch deutlicher. Insgesamt arbeiten an dem Kooperationsprojekt mehrerer Mudauer Vereine, das im Mai zur Aufführung kommen wird, derzeit rund250Personen. Was Rüdiger von Bergmann mit seiner Charakterisierung meinte, wird deutlich, wenn man sieht, mit welchem ehrenamtlichen Engagement und mit welcher Innovation Werner Hawelka bereits "Dschungel-technisch" tätig war. Der Bühnenprofi ist stolz auf seine "Mudauer Wurzeln" und auf die besondere "Umtriebigkeit seiner Halbherrn". "Es macht einfach Spaß, dieses umfangreiche Musicalprojekt maßgeblich mitgestalten zu können", so Hawelka. Das Know-How dazu hat er zweifellos. Das zeigt seine Vita. Unter anderem hat er schon Kulissen gebaut in so bekannten Fernsehshows wie "Montagsmaler", "Die 6 Siebengescheiten", "Flitterabend" oder "Nur keine Hemmungen". Auch in "Solo für Zwölf", "Die Deutsche Schlagerparade" und vielen weiteren Sendungen hatte er sich um die Szenerie gekümmert. Darüber hinaus hat Hawelka als Mitbegründer des Ersten Privaten Fernsehens in Ludwigshafen Erfahrungen "im organisatorischen Bereich der ersten Reihe" gesammelt und namhafte Shows in fast allen Erdteilen so richtig in Szene gesetzt.40-jährige Erfahrung Die ganze Erfahrung seiner fast 40-jährigen Praxis bringt er nun in Mudaus "Löwenkönig" ein. Begonnen hatte die Arbeit mit einer intensiven Besprechung des Koordinationsteams, das sich zusammen setzt aus Ralph Müller als Initiator des Musicals und musikalischen Leiter, Chorleiter Ralf Breunig, Choreographin Jasmin Mechler, Regisseur Rüdiger von Bergmann und Bühnenbildner Werner Hawelka. Nachdem jeder seine Vorstellungen eingebracht hatte, konnte der Bühnenbildner in so genannten Scribbles seine ersten Gedanken zu Papier bringen, um so die richtige Atmosphäre einzufangen. Nach einem weiteren Gedankenaustausch erstellte er den von Hand gezeichneten Hallenplan und nahm in der anschließenden Vor-Ort-Besprechung notwendige Änderungen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Sicherheitsvorkehrungen vor. Der Zeitaufwand betrug bis dahin bereits rund 80 Stunden. Erst danach begann die aufwändige Arbeit am PC mit dem Grundrissplan, zum Beispiel für den Kartenvorverkauf, und den anschließenden Reinzeichnungen der einzelnen Baupläne. Schließlich gilt es, für den "Löwenkönig" sechs große Bühnenbilder zu kreieren, die in 24 Szenen hauptsächlich durch Lichtkunst variiert werden können. Das sind noch einmal mindestens 40 Stunden. Nach dieser umfangreichen Vorarbeit scheint die Erstellung der Kulissen in drei Tagen inklusive Bau und Einbau im Zuge der "Hallenübernahme" mit einem zwölfköpfigen Arbeitsteam geradezu harmlos zu sein.Kulissenbau genau durchdacht Der Kulissenbau ist so durchdacht, dass für den reibungslosen Ablauf während der Vorführung lediglich sechs Leute benötigt werden. Zeitintensiv ist auch die Probenarbeit der Laienspieler unter Regie von Rüdiger von Bergmann, der vor kurzem in seine Heimatstadt Berlin zurück gezogen ist. Ausschließlich für die Proben des "Löwenkönigs" fährt er jeden Monat für eine Woche in den Odenwald. In dieser Woche ist die Schauspieltruppe dann praktisch untrennbar. Bisher wurden 22 Probeneinheiten absolviert, was nach Einschätzung Bergmanns etwa mit der Halbzeit gleich zu setzen ist. Nach seiner Planung können jetzt die ersten Gemeinschaftsproben mit den Gesangs-, Chor- und Tanzpartien angesetzt werden. Zeitgleich legt er Wert auf permanente Überprüfung des geplanten Ablaufs, damit in dieser Mammutproduktion auch wirklich kein Puzzle-Teil vergessen wird und der Kostenrahmen eingehalten wird. Erste sichtbare Erfolge sind der derzeitige Motivationsschub für die rund 250 Beteiligten in Musik, Gesang, Tanz, Schauspiel, Maske, Bühnenbau, Organisation und Technik. (L.M.)
Fränkische Nachrichten 19. Januar 2009
Mudau-Musical: Erste "Löwenkönig"-Aufführung fand am Wochenende statt / Zusammenarbeit der rund 250 Aktiven hat die Vereine noch mehr zusammengeschweißtGeschichte mit Musik geht sofort ins Ohr
Von unserer Mitarbeiterin Liane Merkle
Mudau. Zum "Tor nach Afrika" hatte sich das Foyer der Mudauer Odenwaldhalle am Wochenende gewandelt - und stimmte die Besucher dankt der innovativen Dekoration sofort ein auf das Mudau-Musical "Löwenkönig". Eine Geschichte, eingebettet in die geheimnisvolle Tier- und Pflanzenwelt Afrikas, mit Musik, die ins Ohr geht.